Copacut.de: Der etwas andere Nähblog – ohne Kitsch und Blümchen

Quietschbunte, mädchenhaft verspielte Näh- und DIY-Blogs kennen wir viele, denn sie sind mittlerweile fast Standard im WWW. Da gleicht eine Seite der anderen. Schlicht und elegant statt blumig und knallig-überladen – das ist dagegen der Blog und die DIY-Produkte copacut.de von Cordula. Wir haben mit ihr über Gestricktes und Genähtes und ihr ganz anderes Bloggen über DIY gesprochen.

Stricken und Kaffee (oder wahlweise ein anderes Heißgetränk) – das gehört einfach zusammen.

Stricken seit den 80ern, Nähen erst seit Kurzem

Stricken gehört seit ihrer Schulzeit zu Cordula: „Gestrickt habe ich eigentlich schon immer – sogar während des Unterrichts. Die 80er eben!“ Abgeschaut hat sie sich das Ganze von ihrer Mutter, die für sie schon damals schöne Pullover strickte. Das Nähen jedoch war für Cordula bis vor fünf Jahren noch Neuland. Angefangen hat sie mit einem Nähkurs bei der VHS, der ihr aber „sehr schnell nicht mehr ausgereicht“ hat. „Das wollte ich professioneller können, so bin ich dann im Nähkurs beim Stoffparadies gelandet.“

Stricken und Nähen – ein zeitaufwendiges Hobby?

Cordula versucht das Stricken und Nähen in ihren Tagesablauf miteinzubeziehen und nimmt sich dafür bewusst Zeit: „Das kann ganz früh sein, am späten Nachmittag oder einfach zwischendurch. Kann auch mal eine Nachtschicht sein. Ich habe da keine festen Zeiten – das läuft bei mir eher nach Lust und Laune.“ Außerdem lebt Cordula nicht mit dem Anspruch, alles auf einmal fertig zu bekommen; lieber sind ihr kleine Arbeitsschritte. Wichtig findet Cordula außerdem, beim kreativen Arbeiten alles „stehen und liegen lassen zu können, damit ich dann am nächsten Tag nahtlos ansetzen kann.“

Das Stricken jedoch geht wie damals in der Schulzeit einfach nebenher, je nach Projekt und Schwierigkeitsgrad versteht sich, auch bei einem Film oder ganz früh am Wochenende: „Ich liebe das: Kaffee, Bademantel und Wolle.“ Dieses Dreierlei gehört für Cordula einfach zusammen.

Schlicht, schön, einfach, elegant: Das ist der Blog copacut

… so bezeichnet Cordula sowohl ihren Blog copacut.de als auch ihre DIY-Erzeugnisse. Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen und unterscheidet sich so deutlich von anderen Nähbloggerinnen. Dafür hat sie sich aber bewusst entschieden, da sie sich mit schreienden Farben und Blümchen-Stoffen nicht identifizieren kann. „Ich mag es gerne puristisch mit einer gewissen Raffinesse. Das ist einfach mein Stil. Die Schnitte und Stoffe suche ich mir dann entsprechend aus.“

Viele Möglichkeiten ergeben sich beim Bloggen

nähmaschine

Nähen können viele, darüber bloggen aber nur einige: wichtig ist dabei auch die Community.

Zum Bloggen ist Cordula durch Zufall gekommen: „Ich hatte von einer schon sehr bekannten Nähbloggerin eine ‚Abfuhr‘ bekommen“; so dachte sie sich, „das könnte ich ja auch selbst machen. Und dann entstand alles von ganz allein – der Name, das Layout, die Inhalte.“ Seit knapp einem halben Jahr ist Cordula deshalb eifrig dabei, über hergestellte Dinge zu berichten und neue Projekte vorzustellen. „Die Möglichkeiten sind ja vielfältig – das ist ja das Schöne.“

DIY-Bloggen ist auch Community

Wirklich wichtig ist Cordula aber der Austausch mit anderen Bloggern: „Ich bin eher ein Teamplayer und als Blogger ist man zunächst eher der Einzelkämpfer.“ Einen Blog zu haben ist gleichbedeutend mit der Community, die damit einhergeht. So sagt sie von sich selbst über den Sew-Along: „Der Sew-Along war der Hammer! Ich habe selten so viel gelacht, weil die Organisatorinnen einen hohen Unterhaltungswert hatten. Das war auch schon ein gewisser Druck, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob man sich dem Projekt anschließen möchte oder nicht. Ich habe viel Spaß dabei gehabt. Und die sind ja schon länger dabei und wissen, wie es funktioniert.“

Außerdem treibt sich Cordula auch auf „Linkpartys“ wie Creadienstag, MeMadeMittwoch oder RUMS herum. „Da kommt eine schöne Vielfalt zustande und dann schaue ich mir gerne – auch „artfremde“ – Blogs an. Das gefällt mir! Könnte ich auch machen ohne eigenen Blog – wäre aber längst nicht dasselbe!“

Wir danken Cordula herzlich für das Interview!

 

Bilder:

© istock: Bunnigrrrl

© istock: Ihar_Palitanski

Susel

Wenn ich als waschechtes "bayrisches Madl" nicht in den Bergen unterwegs bin, stehe ich in der Küche und probiere bei lauter Musik neue Kuchenrezepte aus. Deshalb hacke ich am Liebsten für Themen aus dem Bereich Sport, Essen und Lifestyle in die Tasten. Neben (viel zu zu viel) KinderSchokolade ist München meine große Liebe. Ich mag außerdem: Selbstironie, Gelassenheit und To-Do-Listen.
Susel

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