Thank God it’s Friday: Der „Tauschfreitag“ für Selbstgemachtes

Den „Black Friday“, den kennt jeder, der zumindest ein bisschen was mit Shopping und Sale am Hut hat. In den Vereinigten Staaten gilt dieser Tag als Beginn der Weihnachtseinkauf-Saison, weshalb große Umsätze gemacht werden. Doch Tauschfreitag? Was ist das? Wir haben mit der Bloggerin Petra gesprochen, die diese Idee realisiert und den Tauschfreitag auf ihrem Blog minilou ins Leben gerufen hat.

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Wer darf tauschen? Und: Wie wird getauscht?

Mitmachen beim Tauschfreitag auf Petras Website minilou darf jede/r Kreative, der/die etwas Selbstgemachtes gegen auch Selbstgemachtes eintauschen möchte. Sei es für euch selbst, die Kids oder beispielsweise als Geschenk für einen lieben Freund. Dabei ist es völlig egal, ob ihr einen Blog besitzt oder nicht – mit Blog ist es aber natürlich viel einfacher, so Petra, „weil man einfach seinen Tausch-Post mit den Angeboten des Tages verlinkt – und los geht’s“. Petra bietet Bloggern oder Interessierten mit dem „Tausch-Freitag“ also eine Plattform, auf der man sich ganz einfach austauschen und Dinge im wahrsten Sinne tauschen kann.

Was kann getauscht werden?

So ziemlich alles kann von der einen Hand in die andere wandern, je nach Vorlieben, Können und … eben Nicht-Können. Denn die Idee für den Tausch-Freitag wurzelt genau darauf: „Du strickst die tollsten Socken, hast aber so gar kein Händchen für schöne Beton-Deko? Du bastelst die schönsten Grußkarten, aber spießt dich mit Stricknadeln auf? Du häkelst eine Mütze nach der anderen, aber Filzen…pffft, kann ich nicht … dabei hättest du so gerne neue Filzpantoffeln?“

Der Tauschbazar und seine Regeln

Petra erzählt uns im Interview genauer, welche Dinge bei ihr schon über den Tauschbazar gegangen sind – auch wenn sie von sich selbst sagt, dass es ihr schwer fällt, auch nur annähernd alle Dinge aufzuzählen, so unglaublich Schönes und Vielfältiges wird angeboten: „Beim Tausch-Freitag werden nicht nur die Dinge getauscht, die man in der Galerie sehen kann. Das geht von selbstgesiedeten Seifen, Schmuck in allen Variationen, Deko, gestrickten Schals bis hin zu Socken, genähten Kissen, Täschchen und sogar selbstgemachten Marmeladen.“ Doch gibt es auch ein paar Regeln, die ihr als Tauscher beachten solltet. Allerhöchstes Gebot ist natürlich: Es muss selbstgemacht sein! Die weiteren Regeln findet ihr hier.

Das Besondere am Tauschen: Wie Shopping ohne Geld

Petra sieht das i-Tüpfelchen am Tauschen im Vergleich zum Shoppen darin, dass es „ein bisschen ist wie Weihnachten“, wenn das Päckchen ankommt. Anders als beim Kaufen oder Verkaufen: Hier geht es rein ums Geschäftliche, da man etwas Schönes sieht, es bestellt und vom Verkäufer verpackt zugesandt bekommt.

Bei Tauschen sieht Petra den Unterschied, dass „man sich wie von selbst Gedanken darüber macht, welche kleine Freude man dem Tauschpartner noch zusätzlich bereiten könnte. Da ist dann schon mal das halbe Päckchen mit Schoko-Herzchen, Herzchen-Bonbons oder gestanzten Herzen gepolstert.“ Mit ganz viel Herz also, die Tausch-Geschichte. Und es ist etwas ganz anderes, ob man sich eine Sache kaufen oder ertauschen muss. Das Schönste sind für Petra aber die persönlichen Kontakte mit lieben BloggerInnen, die Community: „Es wurden auch schon selbstgemachte Marmeladen bei einer Tasse Kaffee übergeben.“

Wie mit dem Tauschen beginnen?

Auch wenn es vielleicht in mancher Ohren seltsam klingt: Nicht jeder „traut“ sich seine Sachen zu tauschen oder ein Angebot abzugeben. Dazu meint Petra aber nur: „Einfach machen! In allem Selbstgemachtem steckt euer Herzblut und macht es zu etwas ganz Besonderem.“ Falls wirklich mal kein Angebot kommen sollte, liegt es definitiv nicht an euren selbstgemachten Schönheiten – Petra meint, dass das so gut wie jeder/m schon einmal so gegangen ist. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob eure Werke „gut genug“ sind, solltet ihr nach dem Credo „Hauptsache, es hält“ agieren – letztlich soll das Tauschen auch einfach nur Freude und, wenn man will, auch Freunde bringen. Und denkt daran: Kleine Fehler machen die Handarbeit doch erst aus. Also: Startet los und ertauscht euch eure Lieblingsstücke!

Wir danken Petra herzlich für das Interview!

 

Susel

Wenn ich als waschechtes "bayrisches Madl" nicht in den Bergen unterwegs bin, stehe ich in der Küche und probiere bei lauter Musik neue Kuchenrezepte aus. Deshalb hacke ich am Liebsten für Themen aus dem Bereich Sport, Essen und Lifestyle in die Tasten. Neben (viel zu zu viel) KinderSchokolade ist München meine große Liebe. Ich mag außerdem: Selbstironie, Gelassenheit und To-Do-Listen.
Susel

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