Grüne Smoothies: Was ist so besonders?

In Zeiten des Ernährungswahns gekoppelt mit Moral, Identität und Weltverbesserung treten auch immer wieder besondere und neuartige Lebensmittel oder Gerichte in den Mittelpunkt. Wegen ihrer besonderen Eigenschaften gelten sie als DAS Wundermittel für Gesundheit und ausgewogene Ernährung. Aktuelles Stichwort: Grüne Smoothies. Wir klären darüber auf und haben drei grüne Rezepte für euch zusammengestellt, die irgendwie ähnlich aber irgendwie auch ganz unterschiedlich sind.

healthy fruit and vegetable smoothie with sprouts on a wooden background, horizontal

Grüne Smoothies: Sind sie wirklich Alleskönner und Vitaminbooster – oder sehen sie einfach nur grauenhaft gesund aus?

Was steckt hinter dem gesunden Powergetränk?

Vitalstoff- und aminosäurenreich, Gesundheitsbooster, Immunsystemstärker und und und: das sollen grüne Smoothies also sein. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, wenn ein simples Getränk alles enthält, was es zu einer gesunden Lebensweise braucht! Die Russin Victoria Boutenko gilt als „Mutter der grünen Smoothies“: Mit der Umstellung auf Rohkosternährung durch gemixtes Gemüse hat sie sich und ihre Familie von sämtlichen Krankheiten wie Herzrhytmusstörungen und chronischen gesundheitlichen Problemen befreit (Quelle).

Warum sind grüne Smoothies so toll? Top 6 Benefits

Vielleicht nicht jedermanns Sache und gewöhnungsbedürftig im Geschmack, aber: Toll sind Smoothies ganz einfach deshalb, weil es die einfachste und leckerste Möglichkeit ist, genügend unverarbeitetes und rohes (!) Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Durch das Zerkleinern der Zutaten im Mixer werden die Zellstrukturen gebrochen und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen. Außerdem enthalten grüne Smoothies eine große Menge Chlorophyll, was u.a. die Wundheilung fördern soll. Die Top 6 Vorteile:

  • Grüne Smoothies sind sehr viel gesünder als fertig zu kaufende Obst- oder Gemüsesäfte.
  • Grüne Smoothies lassen euch den Tagesbedarf an Gemüse leichter und schneller abdecken als euch lieb ist.
  • Grüne Smoothies gehen schnell, sind einfach herzustellen und sind super günstig!
  • Grüne Smoothies sättigen lange und sind ein toller Energielieferant.
  • Grüne Smoothies sind einfach zu verdauen, weil sie schon gemixt und zerkleinert sind. Das ist für den Körper viel angenehmer!
  • Grüne Smoothies könnt ihr ganz nach eurem Belieben zusammenstellen.

Probieren geht über probieren: Findet euren Lieblings-Grünen!

Die zwei Österreicherinnen Elena und Christina, die beide in Wien studieren, bloggen auf www.viennastyriaustria.com gemeinsam über ihre Leidenschaften: Essen, Fitness, Reisen, Fashion und Beauty. Als Smoothie-Liebhaber sind sie natürlich auch auf die grünen Gemüse-bomben gestoßen und stellen ihren absoluten Lieblingssmoothie vor.

Zutaten für Elenas und Christinas Favoriten:

  • 1 Handvoll junger Blattspinat
  • 1/4 Ananas
  • 1/2 Banane
  • (TK-)Beeren
  • ein paar Blätter Minze
  • (Mineral-) Wasser

Zubereitung:

Easy-Peasy, alles in den Mixer und fertig ist das gesunde Ding! Wer mag, kann das Ganze noch mit etwas Zimt oder Muskatnuss verfeinern!

Tipp: Wenn ihr gefrorene Früchte benutzt, ist der Smoothie gleich schön kalt und ihr könnt auf zusätzliche, verwässernde Eiswürfel verzichten!

Green-Smoothie-Bowl mit Topping

Auch als Topping super lecker: Mango, Müsli, Mandeln und Chia-Samen.

Auf dem Blog Tinera von Tina, die auf ihrer kreativen Spielwiese am liebsten über Food&Drinks, Travel und Klamotten schreibt, haben wir eine etwas andere Green-Smoothie-Variante gefunden: Eine Smoothie-Bowl. Für alle wunderbar geeignet, die ihr Frühstück gerne mal abwechslungsreich gestalten und ihren Smoothie löffeln wollen – da bekommt man aucheher ein Sättigungsgefühl.

Zutaten für die Green-Smoothie-Bowl:

  • eine Handvoll frischen Spinat
  • 1 Avocado
  • 1 Mango
  • 70 ml Wasser
  • Toppings je nach Belieben – hier: Heidelbeeren, Kiwi und Honigpops

Zubereitung:

Avocado und Mango schälen, in kleine Stücke schneiden. Gemeinsam mit Spinat und Wasser in den Mixer geben und ordentlich durchmixen. Sollte die Masse zu dickflüssig werden, noch etwas Wasser hinzugeben. Danach die Toppings nach Belieben platzieren und die Smoothie Bowl genießen.

green smoothie bowl

Hmmm, das sieht lecker aus! Vor dem Verzehr empfiehlt es sich, noch die Kiwi-Schalen abzuschneiden 😉

Grün muss nicht immer grün sein

Ja, ihr habt richtig gehört: Grüne Smoothies können auch andere Farben haben! Wie das geht? Damit etwas als grüner Smoothie bezeichnet werden kann, geht es letztlich vor allem darum, dass etwas Grünes (=Gemüse) im Getränk enthalten ist. Gut also für all diejenigen, die sich von der Farbe leicht abschrecken lassen.

Auf www.simplegreensmoothies.com haben wir ein leckeres Rezept für einen nicht ganz so grünen, sondern lilafarbenen, green Post-Workout-Smoothie gefunden.

Hierfür benötigt ihr:

  • 2 Tassen Grünkohl
  • 1 Tasse Kokoswasser oder Leitungswasser
  • 1 geschälte Orange
  • 1 Tasse Blaubeeren (daher die Farbe!)
  • 2 TL Chia-Samen

Zubereitung:

Grünkohl und Flüssigkeit mixen bis eine homogene Masse entsteht. Die restlichen Zutaten hinzugeben, solange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und genießen!

Probiert es einfach mal aus und findet eure individuelle Lieblingsmischung!

 

Bilder:

© istock.com/Yulia_Davidovich

© istock.com/ jenifoto

© Tina // http://tinera.at/

Susel

Wenn ich als waschechtes "bayrisches Madl" nicht in den Bergen unterwegs bin, stehe ich in der Küche und probiere bei lauter Musik neue Kuchenrezepte aus. Deshalb hacke ich am Liebsten für Themen aus dem Bereich Sport, Essen und Lifestyle in die Tasten. Neben (viel zu zu viel) KinderSchokolade ist München meine große Liebe. Ich mag außerdem: Selbstironie, Gelassenheit und To-Do-Listen.
Susel

1 Kommentar zu "Grüne Smoothies: Was ist so besonders?"

  1. Danke für den inspirierenden Artikel! Ich habe neulich bei einer Freundin von den Smoothies gehört. Sie war anfangs auch erst skeptisch, hat sich dann aber doch geschwärmt. Was mich vor allem überzeugt hat, ist, dass auch Symptome wie Müdigkeit und Schlappheit mit den grünen Früchten bekämpft werden können. Erstaunt war ich auch, wie viel Mineralstoffe gerade in den Teilen einer Pflanze stecken, die wir normalerweise wegwerfen (wie z.B. die Blätter von Roter Beete). Für alle, die Probleme mit Eisen-, Calcium- oder sonstigen Mangelerscheinungen haben, sicher eine gute Idee!

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